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Ich bin übrigens guten Mutes

Jeden Morgen jogge ich meine Strecke nach Lennep und zurück.

Mein Wecker geht um 5:30 Uhr und ich starte um 6:15 Uhr mit meinem Lauf.

Seit 3221 Tagen in Folge nun schon. Halt – zwischendurch war ich auch schon mal krank, auch im Krankenhaus, auch verletzt, aber ich habe dennoch jeden Tag mindestens eine kleine Joggingrunde gedreht. So wie es ging.

Es ging immer.

Das gibt mir das Selbstbewusstsein, dass es auch morgen wieder gehen wird mit dem Joggen.

Natürlich muss ich dazu ein paar winzige Regeln einhalten. Regeln, ohne die dieses „Spiel“ Streakrunning nicht funktioniert. Die wichtigste Regel dabei ist: Vorsichtig sein! Einmal blöd umknicken und die Sache ist zu Ende.

Und dann noch solche Regeln wie jeden Tag mindestens eine Meile zu laufen. Sollte ich dann nur einen Kilometer laufen oder gar einen Tag pausieren, dann wäre meine Serie beendet. Das wäre doch doof. Es könnte ja auch sein, dass ich mal einen Tag so überhaupt keine Lust zum joggen hätte, es regnet oder noch besser Glatteis. Dann könnte ich ja als Ausgleich am nächsten Tag eine etwas längere Strecke laufen. Nein, das würde nicht den Regeln entsprechen und so wäre ich raus. Wieder doof. Müde sein wäre auch noch eine Variante, um gegen diese Regeln zu verstoßen. Ich wäre so müde und schlapp, dass ich nicht joggen würde sondern walken. Doch walken zählt nicht – es zählt nur laufen. Nochmal doof.

Es sind einfache Regeln und doch sind es Regeln, die dazu beitragen, dass ich mich in dieses System des Täglichlaufens einfüge.

Und wenn ich diese einfachen Regeln einhalten kann, dann kann ich die noch viel einfacheren Corona Regeln auch locker einhalten. Das wäre doch gelacht.

Was gibt es da zu diskutieren? Wenn die Infektionszahlen ansteigen sind eindeutig zu viele Menschen im gegenseitigen Kontakt. Was muss man also tun? Genau – Kontakte mal sein lassen. Für solche eine Erkenntnis muss man doch nicht studieren.

Ich bin übrigens guten Mutes, dass wir das hin bekommen. Also wir. Ob ihr das schafft, das müsst ihr selbst entscheiden. Ihr seid ja schon groß.

Tag 3221 im Streak mit 70.672 km gesamt.

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Kismet

Vermutlich ist es einerlei, ob ich es Karma, Kismet, Los, Omen, Orakel oder einfach Schicksal nenne, dass meine seit vielen Jahren treue Laufuhr Garmin FR 620XT auf der heutigen Wanderung ihren Geist aufgegeben hat. Sie hat unterwegs ihren letzten Atemzug gemacht. Alle Versuche eines Soft-Reset, Hard-Reset und erfolgloser zwingender USB-Verbindung kann sie nicht über den Startbildschirm hinaus motivieren eine Anzeige abzubilden. Das war´s. Zwar werde ich am Montag noch einen Anruf bei der Garmin-Hotline machen, sehe jedoch wenige Chancen für einen guten Ausgang dieser Geschichte.

Wie es ausschaut wird es jetzt im Laufschritt weiter gehen.

Und zwar ohne Uhr.

Run Streak 3219 – 70.628 km

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Gewinner?

Die Politik beschließt Dinge, um die Infektionen durch dieses Virus einzuschränken und um Infektionsketten zu unterbrechen. Darüber wird diskutiert und verhandelt – bis der Arzt kommt.

Ich meine ihr seid doch alle alt genug, um zu wissen woran es liegt. Sorgt soweit möglich dafür, dass sich dieses Virus nicht weiter ausbreitet, unterdrückt oder wenigstens reduziert doch mal für eine gewisse Zeit euren Drang nach Kontakten und Kuscheln. Ihr fahrt sonst die Karre an die Wand. Das ist schlimmer als ihr denkt. Jede nicht gestartete Infektion ist ein Gewinn. Alle wollen doch Gewinner sein. Lasst uns alle Gewinner sein.

Wir sind ein Teil des Virus. Ohne uns stirbt das Virus.

Kann man sich vielleicht auch mal ohne gesetzlichen oder staatlichen Zwang einfach eigenverantwortlich verhalten? – Geht das?

Gewinner können das!

Schönes Wochenende.

Euer Laufclown
Lutz